Gerätturnerinnen und Turner des TV beim Bezirksentscheid erfolgreich

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Durch sehr gute Leistungen hatten sich drei Buben-Mannschaften und drei Mannschaften bei den Mädels vom Turnverein Königshofen beim Gauentscheid des Main-Neckar-Turngaus in der Bezirksklasse qualifiziert. Nur wer beim Wettkampf im Turngau den 1. oder den 2. Platz erreicht, hat die „Fahrkarte“ für die nächste Qualifikation gelöst – und dies ist diesen Mannschaften gelungen!

Die Buben starteten in den Altersstufen M12/13, 14/15 und der offenen Klasse. In den frühen Morgenstunden machten sich die Jüngsten auf den Weg nach Sulzfeld, Elsenz-Turngau um auf die starken Mannschaften aus den Turngauen Heidelberg, Mannheim und Elsenz zu treffen. Geturnt wurde ein 6-Kampf in der Leistungsstufe P4-P6. Mit 234,75 Punkte belegten die jungen Turner den 5. Platz. Bester Turner der Riege war Simon Schäffner, weiter gehörten zum Team Ilja Belz, Hannes Ludwig, Fabian Rachel und Justus Reuter. Auch sie konnten mit ihrem Übungen die Kampfrichter überzeugen und kräftig Punkte sammeln.

Ab 13 Uhr durften sich dann die Turnerinnen und Turner der Altersstufen W/M 14/15, W/M 15/16 und offene Klasse einturnen. Verletzungsbedingt starteten die Mannschaften  W15/16 und die offene Klasse männlich und weiblich nur mit 4 TurnerInnen. Die homogene Riege M14/15 mit Felix Hiller, Julian Lesch, Lennard Scheible, Lilian Schumacher und Noah Schuster konnte ihre Leistungen punktgenau abrufen und sicherten sich einen 2. Platz auf der Siegertreppe und viel Beifall der Trainer Christof Reuter und Florian Rödl.

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Hagen Timm in der offenen Klasse war allen klar, dass gegen die Konkurenz alle Kraft eingesetzt werden muss – es durften keine Patzer passieren! Noah Klingert, Thomas Steinhauer, Mika Stöhr und Nico Zipf zeigten am Boden, Sprung, Barren, Reck, Pauschenpferd und an den Ringen was sie die Wochen zuvor trainiert hatten und wurden mit einem 4. Platz belohnt.

Auch bei den Mädchen konnte der TV Königshofen mit 3 Mannschaften in der Bezirksklasse aufwarten. Mit gemsichten Gefühlen ging man an den Start, konnte doch keine „Ersatzfrau“ in der Gruppe W15/16 und offene Klasse gefunden werden. So lastete der Druck auf vier Turnerinnen und die Streichnote reduzierte sich auf eine Person. Motiviert durch die Trainerinnen Marianne Boger, Waltraud Grünewald und Larissa Volkert ging es an die vier Geräte. Die Gruppe die W14/15 – Leistungsstufe P5-P7 zeigte am Stufenbarren perfekte Übungen und bekamen nur wenige Zehntel Abzug. Auch die Bodenübungen mit Sprünge, Felgrolle und Handstandüberschlag waren fast fehlerfrei. Leider sorgte der „Zitterbalken“ für einige Abzüge, da ein Sturz mit 1,0 Punkten bestraft wird. Dennoch durfte sich die Riege mit Leonie Wörner – beste Turnerin der Gruppe - Jana Fischer, Carla Salch, Sarah Weckesser und Naemi Wolz über einen hervorragenden 5. Platz freuen.

Als erstes Gerät musste in der Altersstufe W16/17 der Sprung absolviert werden. Hier hatten alle Mädels einen Handstandüberschlag über eine Tischhöhe von 1,20 m gezeigt (P7). Auch am Boden und Schwebebalken wurde eine P7 gezeigt. Da am Stufenbarren alle Turnerinnen nur mit einer P6 antraten schmolz der am Balken und Boden erarbeitete Vorsprung etwas. Großes Lob gab es für Ira Jonas, sie erzielte an drei Geräten die beste Wertung. Durch das gute Zusammenspiel von Ira, Anna Bartel, Fee Elzer und Theresa Landwehr wurde der 5. Platz erreicht.

In der offenen Klasse kann in den Stufen P4 – P9 geturnt werden. P9 ist die höchste Leistungstufe dieser Wettkampfklasse! Da Cyan Günter, Kristin Hönig, Alicia Lesch und Lea Niedermayer schon viele Jahre in der Bezirksklasse starten, war allen klar, dass die Konkurrenz nicht untätig ist, in der Regel meist 5 - 6 Stunden in der Woche trainiert und somit schon einen Vorsprung hat. Dies ist für alle die Königshöfer Turnerinnen aus Gründen der Hallenkapazität nicht möglich, sie müssen mit 3 Stunden in der Woche auskommen. Doch dies sollte kein Grund sein, sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Für einen dynamischen Yamashita (P8) am Sprungtisch wurde Alica mit 16,75 Punkten belohnt. Lea Niedermayer wagte sich an die P9 – Handstandüberschlag mit einer ½ Drehung in der 1. und der 2. Flugphase. Die nicht ganz  vollendete Drehung in der 2. Flugphase wurde von den Kampfrichtern bestraft, doch mit 16,40 Punkten war die Turnerin voll zufrieden. Bevor es zum Spannbarren ging wies Trainerin Larissa Volkert noch einmal daraufhin: „Ihr müsst euch herausstützen, keine Zwischenspünge machen – dann klappt es!“

Kippe, Felge, Aufhocken, Langhangkippe, Rückschwung, Salto – fertig ist die Übung! 16,6 Punkte für  Cyan, strahlende Augen! Auch bei den anderen Turnerinnen haben die Übungen super geklappt. Mit dem Schwebebalken kam die Nervosität – 10 cm breit und 1,25 hoch. Eine Unsicherheit, ein Wackler und der folgende Sturz kosten 1,0 Punkte der Gesamtwertung. Dennoch turnten die Mädels Handstand, Rad, Sprünge, Rolle und Drehungen ohne große Fehler.

Dynamik und Ausdruck, Sprungkraft und Koordination fordern die Bodenübungen in P8/P9 – nicht zu vergessen Kondition! Allein die erste Bahn mit Radwende, Flick-Flack, Salto rückwärts gehockt fordert alles, gefolgt von einer Sprungbahn mit eine Salto vorwärts. Dann nochmal kräftig durchatmen, Konzentration – Handstandüberschlag, Menichelli, fertig ist die Übung. Was war falsch? Hatten die Sprünge genügend Höhe? Stimmten die Spreizwinkel? Ja – alle Turnerinnen erhielten super Wertungen. Auch hier konnte Cyan mit 17,2 Punkten die höchste Punktzahl erreichen. Sehr konstant turnte Kristin an allen Geräten und war der ruhende Pol der Mannschaft.

Groß war die Freude über die gelungenen Übungen und einen 5. Platz bei diesem  anspruchsvollen Wettkampf. Wieder einmal hatte sich das kraftvolle, regelmäßige Training bei allen Mannschaften ausgezahlt. „Macht weiter so – ihr seid ein tolles Team“ lobte auch Waltraud Grünewald die Turnerinnen, sie war mit Cristin Leber, Katharina Renner und Juliana Pfenning als Kampfrichter eingesetzt.

Mit neuen Eindrücken und großem Ansporn werden nun die nächst höheren Leistungsstufen trainiert, denn auch das nächste mal möchte man den Main-Neckar-Turngau bei diesem Wettkampf vertreten.