Handball

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Eine Abteilung wird gegründet

Handball. 40 Jahre ist es nun bereits her, als der damalige 2. Vorstand des TV, Walter Bieber, die Handballabteilung gründete. So steht der 28.10.1967 als Gründungstag in den Protokollen, wobei Walter Bieber nicht nur als erster Abteilungsleiter sondern auch als erster Übungsleiter der neuen Abteilung auftrat. Er schaffte es gleich, einige ehrgeizige Mitstreiter um sich zu scharen, und so ließen erste Erfolge nicht lange auf sich warten. Bereits 1968 errang die neu formierte Truppe die damals ausgetragene Odenwaldmeisterschaft. Doch schon bald war die Anfangseuphorie verpufft. Als einige Gründungsmitglieder aus berufichen Gründen nicht mehr zur Verfügung standen, machte sich die fehlende Jugendarbeit bemerkbar. Spätestens, als Walter Bieber 1971 die Abteilungsleitung abtrat, stürzte dies die junge Abteilung in eine schwere Krise. Das Ende dieser Talfahrt wurde erst 1976 erreicht, als Emil Michelbach auf das Boot aufsprang. Ein Jahr später wurde er zum Abteilungsleiter gewählt. Mit neuem Elan belebte er das Turnier wieder und bestritt das 10jährige Abteilungsjubiläum. Außerdem legte er fortan großen Wert auf eine intakte Jugendarbeit, die bei den Handballern auch heute noch groß geschrieben wird. Bereits damals kooperierte die Handballabteilung des TV mit der Grund und Hauptschule Königshofen, ganz im Stile, wie es heute von den Sportverbänden gefordert wird. Mit Werner Märkle konnte ein Lehrer für den Sport begeistert und als Übungsleiter gewonnen werden. So formierte sich bereits 1979 eine starke B-Jugend Mannschaft um Michael Strauss, Thomas Burkhard sowie die Gebrüder Dumbeck, die im Handballkreis ihresgleichen suchte. Sogar die spätere legendäre Regionalligamannschaft des TV Hardheim konnte mehrmals bezwungen werden. 1981 spielte diese Mannschaft dann um die badische A-Jugendmeisterschaft, bei der ein guter 4. Platz belegt werden konnte. Außerdem reifte zu dieser Zeit ein weiterer Ausnahmejahrgang heran. Denn auch die damalige D-Jugendmannschaft des TVK wurde Kreismeister und nahm an der badischen Meisterschaft teil. Die Männermannschaft des TVK spielte zu dieser Zeit jedoch in der 2. Division im Kreis TBB/Buchen und ließ jeglichen Leistungsgedanken vermissen. Dies war wohl auch der Grund, warum die starke A-Jugend fast komplett aufhörte und nur wenige Akteure in die Aktivenmannschaft integriert werden konnten. So plätscherten die sportlichen Leistungen über Jahre hinweg dahin, während im Jugendbereich weiterhin gut gearbeitet wurde. Die Inizialzündung startete dann 1988 Helmut Kleist, der als Spielertrainer eine ehrgeizige junge Mannschaft übernahm, die zum zum Großteil aus Spielern des 81iger D-Jugend Jahrganges bestand. Endlich schaffte man den Aufstieg in die Kreisliga 1 und brachte somit den Stein ins rollen, auch wenn der Aufstieg in die Landesliga noch einige Jahre auf sich warten lassen sollte.

 

 

Handball rund um die Tauber-Franken Halle

Turniere. Der damalige Leiter der Handballabteilung Walter Bieber organisierte 1969 das 1. Hallenturnier in der gewölbten Stadthalle von Königshofen. Auf die internationale Ausschreibung meldete sich als erster ausländischer Verein die WAT Brau AG aus Atzgensdorf in Österreich. Nach 10-jährigem Bestehen der Abteilung, fand im Jahr 1977 erstmals das Rumpelturnier mit den örtlichen Vereinen statt. Ein Jahr später schlossen sich Betriebsmannschaften dem Gaudi an. Die Turniere wurden immer um den 17. Juni, damals noch ein Feiertag, ausgetragen. So konnten sich die Teilnehmer von Jahr zu Jahr terminlich gut orientieren. Zu den treuesten Mannschaften gehörten TuS Oege und FSV Nürnberg Flügelrad, die über 15 Jahre lang einmal im Jahr die Königshöfer Turnierluft schnupperten. Nach einer Meldefut von 40-50 Mannschaften musste man den Wettkampf mit dem runden Leder auf den Sportplatz ausweiten. Bei der Steigerung auf 120 Meldungen waren 6 Spielfelder im Freien und das Hallenfeld nötig um den vielen Kampfgeistern gerecht zu werden. Die Wiesenfächen hinter der TauberFranken-Halle verwandelten sich dann in eine riesige Zeltstadt, in der die Sportler während der Turnierdauer campierten. Einer der Spieler war damals der C-Jugendliche Dirk Nowitzki, der seine Sportlerkarriere beim Handball begann, und mit seinem Verein, der DJK Würzburg, am Handballturnier des TV Königshofen teilnahm. 1990 war erstmals die Mannschaft WSG Löbau, aus der ehemaligen DDR dabei, gefolgt von Pecs und Hosszuheteny aus Ungarn, die seither bei jedem Freiluftturnier in Königshofen mit von der Partie waren. Der 17. Juni wurde dann jedoch als Feiertag abgeschafft, was für das Turnier nicht ohne Folgen blieb. Man musste auf frühere Termine im Jahr ausweichen, wodurch die angestammten Mannschaften plötzlich ausblieben. So verlor das Turnier nach und nach an Substanz, so dass es in der bisherigen Form nicht mehr zu halten war. Handballnachwuchs. Wie in vielen Vereinen wurde in den 70iger Jahren auf die Nachwuchsarbeit wenig Wert gelegt. Handball spielen wollten die Aktiven selbst, und an einen gesunden Unterbau dachte damals noch niemand. Als dann jedoch die ersten Aktiven nicht mehr zur Verfügung standen, hatte die junge Abteilung bald ein Problem durch akuten Spielermangel. Diesem Problem nahm sich dann 1976 Emil Michelbach an. Als er die Abteilungsführung übernahm, widmete er sich sofort dem Nachwuchs und zog bereits 1977 mit dem Schullehrer Märkle einen ersten Jugendtrainer an Land. Das Engagement im Jugendbereich sollte sich auch bald auszahlen, denn schon 1979 errang der TV Königshofen mit der damaligen männlichen B-Jugend den ersten Kreismeistertitel der Vereinsgeschichte. Diese Kreismeisterschaft berechtigte die B-Jugend zur Teilnahme an den Badischen Meisterschaften, von welcher sogar ein Spieltag in der Tauber-Franken-Halle in Königshofen stattfand. Die Badische Konkurrenz war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch eine Nummer zu groß, und so reichte es für den Nachwuchs des TV nur zu einem der hinteren Plätze. Dies sollte sich jedoch bereits im darauffolgenden Jahr ändern, als die gleiche Mannschaft, nun jedoch als A-Jugend, bei den Badischen Meisterschaften den Traditionsverein und heutigen Bundesligisten TV Östringen deutlich bezwang. Um diese erfolgreiche Mannschaft herum wurde die Jugendarbeit in der Handballabteilung natürlich weiter intensiviert, und zur Saison 1980/81 konnte der TV schon stolze 8 Jugendmannschaften zum Spielbetrieb melden. Nach und nach wurde neben dem „normalen Spielbe-

 

trieb“, der die Jugendtrainer forderte, auch mehr Wert auf gesellige Veranstaltungen gelegt. Vereinsausfüge mit gleichzeitigen Turnierbesuchen waren hierfür genau das richtige, und so waren schon bald Turniere bis nach Frankreich Ziel unserer Nachwuchshandballer. Einen festen Termin im Jahresplan eroberten sich dann in den 80iger Jahren die Turnierbesuche in Hohenlimburg/Oege, die über ein Jahrzehnt besucht wurden. Abgelöst wurden diese dann von den internationalen Jugendbegegnungen in Pe´cs/Ungarn, die nach langen Jahren neue Reize schufen. Die Tradition der Turnierbesuche, bei denen in der Regel sämtliche Jugendmannschaften der Abteilung mit von der Partie sind, erstreckt sich bis heute und wird sicherlich auch in Zukunft ein jährlicher Programmpunkt bleiben. Als Vorreiter im Handballkreis betätigte sich der TV 1988 im Mini-Handball. Für die Kleinsten im Verein sollte es fortan weniger um Tore und Spiele gewinnen gehen, als vielmehr um den Spaß an der Bewegung. Kindgerechtes Balltraining gemischt mit Turnen und Gesang bildeten fortan die Hauptbestandteile der Mini-Übungsstunden. 1989 fand dann das erste „Kreisminispielfest“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Ansel in Königshofen statt. Neben einem verkleinerten Handballspielfeld, auf dem zwar gespielt, die Tore aber nicht mitgezählt wurden, fand an den verschiedensten Spielstationen in und um die Tauber-Franken-Halle ein buntes Treiben statt. So mussten kleine Schätze in einem Heuhaufen gesucht werden, Kerzen mit Wasserpistolen ausgeschossen werden oder ein alter VW Bus mit Fingerfarben bemalt werden. Nach dem Prinzip des damals durchgeführten Spielfestes laufen auch heute noch die Mini-Wettkämpfe im Handballkreis TBB/Buchen ab. Einen weiteren Meilenstein in Sachen Jugendarbeit erlebte die Handballabteilung des TV Mitte der 80`iger Jahre, als mit Helmut Kleist erstmals ein Jugendtrainer eine Trainerlizenz erwarb. Mit ihm und seinem erworbenen Wissen kam neuer Wind ins Jugendtraining, und der Erfolg sollte wiederum nicht lange auf sich warten lassen. So schafften mit Dirk Schröder und Daniela Vollgärtner 1990 erstmals zwei Jugendspieler des TV den Sprung in den BHV Kader, denen dann 1997 nochmals Ina Schad und Simone Geiger folgten, die gar über ein Jahr lang fest in der Badenauswahl spielten. Zwischenzeitlich haben fünf weitere Trainer ihre Lizenz abgelegt und betreuen mit weiteren engagierten Übungsleitern den Handballnachwuchs. Mit deren Hilfe konnte die Zahl Handball begeisterter Jugendlicher in Königshofen weiter ausgebaut werden. So lag die bisherige Rekordmeldung bei stolzen 11 Jugendmannschaften, die in einer Saison am Spielbetrieb teilgenommen haben. Auch die Spielqualität steigerte sich kontinuierlich, und es konnten immer wieder Mannschaften auf badischer Ebene ins Rennen geschickt werden. Die bisher größten Erfolge feierten die weibliche BJugend, die in der Saison 2002/2003 die Badische Vizemeisterschaft errang, sowie die männliche B-Jugend, die im Jahr darauf immerhin den 4. Platz in der Badischen Oberliga belegte. Heute sieht man deutlich, dass sich die oft mühsame Jugendarbeit auszahlt, denn mehr und mehr sind es die Spieler und Spielerinnen dieser beiden Jahrgänge, die das Gerüst unserer Männerund Frauenmannschaft in der Badenliga bilden. Aufgrund des Mangels an Jugendarbeit leistenden Vereinen musste der Handballkreis TBB/Buchen seinen Jugendspielbetrieb vor zwei Jahren fast einstellen. Lediglich bis zur D-Jugend ist es noch möglich, in der näheren Umgebung Handball zu spielen. Alle Mannschaften ab der C-Jugend aufwärts wurden dagegen dem benachbarten württembergischen Bezirk

 

 

Ein Traum geht in Erfüllung

Handballer erobern Baden Würrttemberg Nur mal ein Jahr höherklassig spielen, das war schon immer der Traum von Abteilungsleiter Edwin Schad und „seinen“ Handballern. Und um sich diesen Wunsch nach etlichen knapp gescheiterten Anläufen zu erfüllen, gingen die Königshöfer Handballer im Jahr 1993 nach langen Diskussionen ein großes Wagnis ein und verpfichteten mit dem ehemaligen slowakischen Erstligaspieler Josef Skandik einen Top Spieler der die Truppe zum Aufstieg führen sollte. Zusätzlich holte man Eigengewächs Alexander Schad vom Oberligisten TV Hardheim zurück, um das große Ziel zu erreichen. Zur Meisterschaft langte es zwar nicht, aber durch den Verzicht des TV Hardheim 1b stieg der TV Königshofen mit Trainer Helmut Kleist im Jahr 1994 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Landesliga auf! Doch es blieb nicht bei dem einen Jahr. Es begann eine einmalige Erfolgsgeschichte von der keiner auch nur zu träumen wagte. Mit dem neuen Trainer Thomas Winkler und dank des Glücksgriffes mit dem erfahrenen Slowaken Roman Christov , der die nächsten 10 Jahre unnachahmlichRegie bei den Königshöfer Handballern führen sollte , erreichte die Mannschaft um Spielführer Ralph Spengler im ersten Jahr den 7. Platz in der Abschlusstabelle. Unter dem Trainer Dr. Frantisek Fabian etablierte man sich in der zweiten Saison im oberen Drittel der Landesliga. In der gleichen Saison zogen die Frauen nach und stiegen unter Trainer Martin Frank ebenfalls in die Landesliga auf. Während die Männer weiterhin jede Saison mit konstant hohen Leistungen problemlos die Klasse halten konnten, steigerten sich die HG Frauen von Jahr zu Jahr. 1999 stiegen sie als Vizemeister der Landesliga mit ihrem Trainer Dietmar Winkler in die Badische Oberliga auf, der sie ununterbrochen angehören. Eine einmalige Leistung im Handballkreis TBB / Buchen an deren Gelingen drei Personen maßgeblich beteiligt waren: Hans-Jörg Englert, dem es gelang mit seiner erfolgreichen Jugend ohne Anlaufschwierigkeiten in den Damenbereich überzuwechseln und diese dort zu echten Leistungsträgerinnen zu formen. Daniela Vollgärtner, die von der ersten Stunde an der sichere Rückhalt im Tor der HG Damen war und zusammen mit der alljährlichen Torschützenkönigin Corinna Schmitt , ein Erfolgsduo bildete. Übertroffen wird die beeindruckende Leistung der Frauen aber noch von dem was die HG Männer ab der Saison 2000 / 2001 auf die Beine stellten. In einem Herzschlagfnale wurde man vor dem Dauerrivalen HSG Dittigheim / TBB Meister der Landesliga und stieg unter der Regie von Spielertrainer Helmut Kleist, ebenfalls in die Badische Oberliga auf. Dort präsentierte man sich aber keines-

 

wegs wie ein Aufsteiger sondern erspielte und erkämpfte sich auf Anhieb den Vizemeistertitel. Wer jedoch gedacht hatte, dieser Erfolg sei nicht mehr zu toppen wurde schon im darauf folgenden Jahr eines besseren belehrt. Der HG – Express war nicht aufzuhalten, die „Tauber-Franken-Hölle“ wurde zur uneinnehmbaren Festung und man wurde, wieder vor der HSG Dittigheim/TBB, Badischer Meister! Somit hieß die neue Heimat von Trainer Helmut Kleist, Spielmacher Roman Christov, Kapitän Alexander Schad, Keeper Damir Rakovic und Kameraden ab der Saison 2003 / 2004 Baden-Württemberg Liga!! Und auch dort fühlten sich die Jungs in Rot gleich richtig zuhause und belegten auf Anhieb einen souveränen Mittelfeldplatz. Das zweite Jahr wird immer das schwerste, hieß es vor der Saison 2004 / 2005. Aber nicht bei der HG Königshofen / Sachsenfur. Durch sensationelle Leistungen stand „Die Handballmacht im Taubertal“ bis vier Spieltage vor Schluss auf einem Tabellenplatz der zum Aufstieg in die Regionalliga, der Schwelle zum Profhandball, berechtigt hätte. Am Ende wurde es ein überragender 3. Platz , die HG hatte mit Publikumsliebling Udo Wild den Torschützenkönig der BW – Liga in ihren Reihen und stellte im Heimspiel gegen die HSG Dittigheim / TBB mit 1300 Handballbegeisterten einen neuen Zuschauerrekord in dieser Klasse auf. Konnte man nach dem Abgang einiger Leistungsträger den Abstieg in der Saison 2004 / 2005 dank einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde gerade noch verhindern, musste man nach dem Karriere-Ende von Roman Christov, der über ein Jahrzehnt der Kopf der Mannschaft war, in der Saison 2005 / 2006 in den sauren Apfel beißen. Die zwar sehr talentierte, aber am Schluss doch zu unerfahrene Truppe, beendete die Runde als Zweitletzter und spielt ab der Saison 2006 / 2007 immer noch als alleinige Nummer 1 im Handballkreis TBB / Buchen in der Badenliga. Dieser Abstieg bedeutet aber keineswegs einen Beinbruch, denn man hat bei der HG nicht vergessen wo man noch vor 13 Jahren gespielt hat. Vor allem Spieler und Trainer Helmut Kleist, Rekordhandballer Alexander Schad, TV Vorstandsmitglied Martin Frank und Kreisläufer Marco Ludwig wissen, dass alles ganz unten begann, denn dieses Quartett war mehr als 10 Jahre von der Kreisliga bis zur Oberliga für die HG am Ball. Und eigentlich wollte man ja nur mal ein Jahr in die Landesliga reinschnuppern. Alles andere war Zugabe – eine unglaublich erfolgreiche Sache!!

 

 

Die HG Königshofen – Sachsenfur entsteht

Von links: Günter Meyer, Wolfgang Frei,  Ewald Balbach, Torsten Eckert, Elf Bawidamann,  Edwin Schad, Martin Frank und  Wolfgang GenslerBereits seit Jahren kooperierten die Jugendmannschaften des TV Sachsenfur und des TV Königshofen. Gemeinsam leistete man eine sehr gute Jugendarbeit, die den Grundstein für einen erfolgreichen Handballsport in beiden Vereinen legte. Lediglich im Erwachsenenbereich gingen beide Vereine weiterhin getrennte Wege. Beim TV Königshofen waren es die Männer, die als Landesligist das Aushängeschild darstellten, während beim TV Sachsenfur die Damen ebenfalls als Landesligist das erfolgreichere Team bildeten. 1996 fanden dann erstmals Sitzungen beider Abteilungsführungen statt, um ein Konzept über eine Zusammenlegung beider Abteilungen zu erarbeiten. Ziel dieses Zusammenschlusses sollten in erster Linie eine bessere Auslastung der Hallenkapazitäten sowie eine Verringerung der laufenden Kosten für den Spielbetrieb beider Vereine sein. Längerfristig gab es natürlich auch den Gedanken, die Kompetenzen beider Vereine zu bündeln, um somit dauerhaft leistungsbezogenen Handballsport im höherklassigen Bereich spielen zu können. Nach anfänglicher Skepsis einiger Verant-wortlicher auf beiden Seiten konnte dann auch bald eine für alle Beteiligten akzeptable Vereinbarung erstellt werden. Bereits zum Start der Hallenrunde 1997/98 war es dann soweit, und die Mannschaften nahmen erstmals unter dem Namen Handballgemeinschaft Königshofen/Sachsenfur am Spielbetrieb teil. Als „Manager“ der Spielgemeinschaft fungiert seither Edwin Schad vom TV Königshofen, Stellvertreter ist Günter Meyer vom TV Sachsenfur. Heuer besteht die HG seit nunmehr 10 Jahren unter dem Dach der beiden Vereine TV Königshofen und TV Sachsenfur. Und dass das eingeschlagene Konzept aufging beweist nicht allein die Tatsache, dass sich sowohl die Männerals auch die Damenmannschaft seither mit großem Erfolg in den oberen Ligen Baden-Württembergs halten, sondern auch, der Name HG Königshofen/Sachsenfur immer wieder in verschiedenen Jugendoberligen zu lesen ist. Pecs – 10 Jahre Freundschaft. Durch die Ausschreibung unseres jährlichen Handballturniers fand 1992 erstmals eine weibliche Jugendmannschaft aus Ungarn den Weg nach Königshofen, um gleich den Turniersieg einzufahren. Aber nicht nur deshalb gefel es der Mannschaft der Szolnay Schule aus Pecs mit ihren Lehrer Lazlo Kelhidai gut im Taubertal, sondern auch sonst stimmte die Chemie beider Seiten. Als sich das Team dann ein Jahr später erneut zu unserem Turnier anmeldete, entschloss man sich, einen Gegenbesuch in den Süden Ungarns zu starten. So brach die weibliche A-Jugend des TV Königshofen mit ihrem Trainer Martin Frank an Pfngsten 1993 erstmals in der Abteilungsgeschichte zu einem Auslandsbesuch nach Ungarn auf. Auf dem Programm stand neben einem Empfang in der Szolnayschule auch ein Handballturnier, ein Besuch am Plattensee sowie ausgiebige Besichtigungen in Pecs.

 

 

Weinprobe in einem Gewölbekeller in HosszuhetenySomit war der Grundstein für eine internationale Jugendbegegnung gelegt, die sich über mehr als ein Jahrzehnt zu einem nicht wegzudenkenden Termin im Jahresvereinskalender entwickelte. Bereits 1994 machte sich dann unter Leitung von Edwin Schad und Hans Müller die gesamte Handballjugend des TV mit einem Reisebus auf die über 1000 km lange Reise und baute neben ihrem Besuch der Szolnayschule auch Kontakte zu ungarischen Vereinen auf. So waren über die Jahre der Ort Hosszuheteny, die Lederstadt Simontornya sowie Sekzard Anlaufstation der Königshöfer Handballer. Neben den obligatorischen Handballturnieren zählten Besuche in den ungarischen Weinbergen, sowie Folkloreabende mit den einheimischen Jugendlichen regelmäßig zu den Highlights. Auch die Aufenthalte der ungarischen Jugendlichen in Königshofen entwickelten sich immer wieder zu kurzweiligen Events. Neben dem dreitägigen Turnier standen hier Besuche unter anderem in Würzburg und Rothenburg auf dem Programm. Aber auch gemeinsame Discoveranstaltungen in der Höhlenbar, Schwimmbadbesuche oder Büttenläufe beim Weinfest in Lauda waren der Renner. Doch auch hier ließ mit der Zeit die Begeisterung nach. 2005 musste die Pfngstfreizeit erstmals mangels Teilnehmern ausfallen. Daher entschloss man sich, eine Pause einzulegen, was aber sicherlich nicht bedeutet, dass die Besuche in naher Zukunft nicht wieder aufgenommen werden. Die HG Königshofen – Sachsenfur entstehtDie Schiedsrichter vom TV Königshofen  im Jahr 1987

 

 

Es dreht sich nicht nur um den Ball

Natürlich steht die sportliche Aktivität im Vordergrund der Handballabteilung. Doch auch in anderen Bereichen ist die Abteilung des Turnvereins sehr aktiv. So ist man regelmäßig Gast bei allen möglichen Büttenläufen im Stadtgebiet. Nicht selten bekommen die Handballer hier Auszeichnungen als teilnehmerstärkster Verein. Auch bei Veranstaltungen anderer örtlicher Vereine wie dem Vereinsschießen der Schützengilde oder früher der Schlauchbootralley der DLRG waren die Handballer stets präsent. Zu einer besonderen Aufgabe haben es sich die Handballer gemacht, in „Ihrer Tauber-FrankenHalle“ selbst mit Hand anzulegen. So war man in unzähligen Arbeitseinsätzen bei der Erneuerung des Hallenbodens beteiligt, nachdem dieser, aufgeweicht durch eine Schaumparty, von heute auf morgen nicht mehr zu gebrauchen war. Komplett in Eigenregie wurde damals der alte Hallenboden herausgerissen. Dank der aktiven Mithilfe der Handballer konnte auch der neue Boden in Rekordzeit verlegt und die Halle wieder bespielt werden. Außerdem zeichnete man sich für die komplette Installation der neuen Lautsprecheranlage in der Königshöfer Sporthalle verantwortlich. Jugendliche unserer Abteilung nahmen schon öfters Farbe und Pinsel zur Hand, um beispielsweise die Duschräume oder zuletzt die Zuschauertribüne wieder freundlicher zu gestalten. Des Öfteren schon stellte sich die Ab teilung in den Dienst einer guten Sache indem sie verschiedene Benefzspiele organisierte. So wurde einmal ein Spiel zugunsten der deutschen Russlandhilfe ausgetragen, sowie mehrere Spiele, unter anderem gegen den Zweitligisten aus Kirchzell, die zur Finanzierung der Rehabilisation behinderter Kinder bestimmt waren. Weiter gehören Müllsammelaktionen, Adventssingen in Altersheimen und Kriegsgräberpfege zum sozialen Engagement der Handballjugend. Als Auszeichnung für diesen außersportlichen Einsatz zählte man bereits zweimal zu den Hauptgewinnern des Toto-LottoNachwuchsförderpreises. Und natürlich wollen die Handballer in dieser Richtung auch in Zukunft weitere Akzente setzen.Kindergartengruppe Trainer: Manuela und Martin Frank, Miriam Spiller Mini`s  Trainer: Anja Schad, Damaris und Matthias Reinbold